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Familie mit zwei Kindern auf einem Küstenweg über einer türkisen Bucht auf Mallorca

Entscheidungshilfe · Familie

Ausflüge auf Mallorca mit Kindern

Welche Ausflüge mit Kindern wirklich funktionieren – sortiert nach Natur, Stadt, Regentag, Strand, Bahn und Höhlen.

Kurze Wege und ein Ziel am Wasser funktionieren mit Kindern besser als lange Rundtouren.

Kurz beantwortet

Welche Ausflüge lohnen sich auf Mallorca mit Kindern?

Mit Kindern funktionieren auf Mallorca vor allem kurze Ausflüge mit einem klaren Ziel: die Tropfsteinhöhlen bei Porto Cristo, eine Fahrt mit der historischen Bahn nach Sóller, ein Vormittag in Palmas Altstadt und flache Familienstrände in der Bucht von Alcúdia. Bei Regen sind Museen und Höhlen die verlässliche Lösung. Als Faustregel gilt ein größerer Ausflug pro Urlaubswoche, der Rest bleibt in Strandnähe.

Ausflüge mit Kindern – Eckdaten

Faustregel
Ein größerer Ausflug pro Woche, sonst Strandnähe
Beste Tageszeit
Vormittags starten, Mittagshitze im Schatten
Regentag
Höhlen und Museen – beides wetterunabhängig
Ohne Mietwagen
Palma, Bahn nach Sóller, Strandpromenaden
Fahrzeit
Mit kleinen Kindern maximal 45–60 Minuten pro Strecke
Kosten
Höhlen und Bahn sind kostenpflichtig, Strände und Altstadt frei

Natur und Küste

Kurze Wege, ein Ziel am Wasser und Schatten unterwegs – so funktionieren Naturausflüge mit Kindern.

Naturausflüge mit Kindern gelingen, wenn der Weg selbst schon das Erlebnis ist: ein Küstenpfad mit Blick auf die Bucht, ein Spaziergang durch Pinienwald zum Strand, eine kurze Runde durch ein Feuchtgebiet mit Beobachtungshütten. Lange Bergwanderungen in der Serra de Tramuntana sind dagegen eher etwas für Familien mit älteren Kindern.

Der Naturpark s'Albufera bei Alcúdia ist flach, gut beschildert und auch mit Kinderfahrrädern befahrbar; Vogelbeobachtung braucht allerdings Geduld. Der Küstenpfad im Naturpark Mondragó verbindet zwei Badebuchten und ist in etwa zehn Minuten zu gehen – die Kombination aus kurzem Weg und Badestopp funktioniert mit Kindern fast immer.

Palma mit Kindern

Ein Vormittag in der Stadt reicht – danach zurück ans Wasser.

Palma funktioniert mit Kindern am besten als Halbtagesausflug: Kathedrale von außen oder innen, ein Bummel durch die Altstadtgassen, ein Stopp in der Markthalle und ein Eis am Passeig del Born. Der Parc de la Mar unterhalb der Kathedrale bietet Fläche zum Laufen, im Frühjahr und Herbst auch Schatten.

Wer mit dem Auto kommt, parkt in einem der Parkhäuser am Paseo Marítimo oder unter der Plaça Major – die Altstadt selbst ist weitgehend autofrei. Aus dem Norden und Osten fahren Busse direkt zum Busbahnhof Estació Intermodal.

Regentage

Auf Mallorca regnet es selten lange – aber wenn, dann kräftig.

Für Regentage gibt es drei verlässliche Kategorien: Höhlen, Museen und Markthallen. Alle drei sind wetterunabhängig und mit Kindern gut machbar. Wanderungen in der Tramuntana fallen bei Starkregen aus, weil die Trockenbachbetten sich sehr schnell füllen.

Hallenbäder und Indoor-Spielangebote gibt es überwiegend in Palma und in den größeren Hotelanlagen; auf dem Land ist das Angebot dünn.

Strandtage

Der wichtigste Ausflug bleibt der Strand – entscheidend ist der Einstieg ins Wasser.

Für Kinder zählt flach abfallendes Wasser, feiner Sand und Schatten hinter dem Strand. Buchten mit Treppenzugang und Felsen sehen besser aus, sind mit Kleinkindern aber anstrengend.

Die Bahn nach Sóller

Für viele Kinder der Ausflug der Woche: Holzwaggons, Tunnel und Straßenbahn.

Die historische Bahn von Palma nach Sóller fährt in gut einer Stunde durch die Serra de Tramuntana, mit Tunneln und einem Aussichtsstopp. In Sóller schließt die alte Straßenbahn zum Hafen an – die Kombination aus Zug, Tram und Badebucht füllt einen ganzen Tag ohne Auto.

Die Bahn ist eine touristische Attraktion und entsprechend teuer; wer nur nach Sóller will, fährt mit dem Linienbus günstiger. Tickets und Fahrpläne wechseln saisonal und werden direkt beim Betreiber gebucht.

Tropfsteinhöhlen

Der klassische Ausflug bei Hitze und bei Regen.

Die Tropfsteinhöhlen bei Porto Cristo sind der bekannteste Ausflug im Osten der Insel. Führungen dauern rund eine Stunde, es geht über viele Treppenstufen, und in der Höhle ist es deutlich kühler als draußen – eine leichte Jacke ist sinnvoll. Kinderwagen sind nicht möglich, Tragehilfen für Kleinkinder schon.

Zeitfenster sind kontingentiert und im Sommer früh ausgebucht; die Tickets werden direkt beim Betreiber gebucht. Wir verkaufen weder Tickets noch vermitteln wir Führungen.

Häufige Fragen

Welcher Ausflug lohnt sich mit kleinen Kindern am meisten?

Die Fahrt mit der historischen Bahn nach Sóller und der anschließenden Straßenbahn zum Hafen: kurze Etappen, viel zu sehen und ein Badestopp am Ende.

Was kann man auf Mallorca mit Kindern bei Regen machen?

Die Tropfsteinhöhlen bei Porto Cristo, Museen und Markthallen in Palma sowie Hallenangebote der größeren Hotels. Bergwanderungen fallen bei Starkregen aus.

Sind die Tropfsteinhöhlen für Kleinkinder geeignet?

Eingeschränkt. Es geht über viele Stufen, Kinderwagen sind nicht möglich und es ist kühl. Mit Tragehilfe und einer leichten Jacke funktioniert es ab dem Kleinkindalter.

Wie viele Ausflüge sollte man in einer Woche einplanen?

Mit Kindern reicht ein größerer Ausflug pro Woche plus ein bis zwei Halbtage. Der Rest der Zeit gehört dem Strand und der unmittelbaren Umgebung des Urlaubsorts.

Geht das alles auch ohne Mietwagen?

Teilweise. Palma, die Bahn nach Sóller und Strände am eigenen Ort funktionieren mit Bus und Bahn. Für Höhlen, Naturparks und abgelegene Buchten ist ein Auto praktisch unverzichtbar.