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Radfahren auf Mallorca
Von der Trainingsinsel für Rennradfahrer bis zur flachen Familienrunde hinter der Bucht von Alcúdia: Saison, Standortwahl und Routen mit realistischem Anspruch.
Februar bis Mai ist Hauptsaison – im Hochsommer sind die Anstiege ab dem Vormittag zu heiß.
Kurz beantwortet
Warum ist Mallorca ein Radrevier?
Auf kurzer Distanz treffen drei Geländetypen aufeinander: die Serpentinen der Serra de Tramuntana, die flache Ebene Es Pla und die Küstenstraßen im Norden und Osten. Dazu kommen milde Wintermonate, ein dichtes Netz aus Verleihstationen und Hotels, die Radkeller, frühes Frühstück und Werkstattservice anbieten. Hauptsaison ist deshalb nicht der Sommer, sondern das Frühjahr.
Wo man am besten startet
Port de Pollença und Alcúdia sind die verbreitetsten Basisorte: Von dort erreicht man das Cap de Formentor, den Einstieg in die MA-10 und die flachen Runden ins Landesinnere ohne Transfer. Im Südwesten übernimmt Peguera diese Rolle, mit Zugang zu Andratx, Estellencs und Galilea. Wer vor allem flach fahren will, ist in Can Picafort oder Playa de Muro gut aufgehoben.
| Route | Profil | Start | Anspruch |
|---|---|---|---|
| Cap de Formentor | ca. 40 km, welliges Profil | Port de Pollença | mittel – kurze, steile Rampen |
| Sa Calobra | ca. 10 km Anstieg, rund 800 Hm | Coll dels Reis / MA-10 | hoch – klassischer Prüfstein |
| Küstenstraße Sóller–Deià–Valldemossa | ca. 55 km, dauerndes Auf und Ab | Sóller | mittel bis hoch, viel Verkehr im Sommer |
| Runde durch Es Pla | 50–80 km, weitgehend flach | Alcúdia oder Sineu | niedrig – ideal für Einsteiger und E-Bikes |
| Radweg Bucht von Alcúdia | 10–25 km, eben und autofrei | Port d'Alcúdia | sehr niedrig – familientauglich |
Eigenes Rad oder Leihrad?
Für einen Aufenthalt von einer Woche ist Leihen fast immer die einfachere Lösung: Die Stationen in Port de Pollença, Alcúdia, Palma und Peguera stellen Renn-, Gravel- und E-Bikes inklusive Helm, Pedalen und Pannenservice. Wer mit eigenem Rad anreist, klärt vorab Sperrgepäckregeln der Airline und den Transport vom Flughafen – in einen Kleinwagen passt ein Radkoffer selten.
Praktische Hinweise
- Früh starten: Ab dem späten Vormittag nehmen Hitze und Verkehr deutlich zu.
- Wasser mitnehmen – in den Bergabschnitten liegen zwischen Versorgungspunkten lange Strecken.
- In der Tramuntana ist es im Frühjahr morgens kühl; Windweste einpacken.
- Auf der MA-10 wechseln sich Tunnel und enge Kehren ab: Licht am Rad ist sinnvoll.
- Gruppen fahren nach spanischer Regel zu zweit nebeneinander, an engen Stellen einreihen.
Kurzprofil
- Saison
- Februar bis Mai, September bis Oktober
- Basisorte
- Port de Pollença, Alcúdia, Peguera
- Reviere
- Tramuntana, Es Pla, Küste im Norden
- Voraussetzung
- Grundkondition, für Bergrouten Erfahrung
- Rad
- Verleih vor Ort verbreitet
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Radfreundliches Hotel im Norden
Radkeller, frühes Frühstück und Werkstatt entscheiden im Frühjahr mehr über die Woche als die Sterne – im Norden ist das Angebot am größten.
Vergleichbar sind: Hotels und Unterkünfte nach Ort, Reisezeitraum, Verpflegung und Ausstattung.
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Häufige Fragen zum Radfahren auf Mallorca
Wann ist die beste Zeit zum Radfahren auf Mallorca?
Februar bis Mai und September bis Oktober. Dann liegen die Temperaturen im angenehmen Bereich, die Straßen sind weniger befahren und die Hotels im Norden sind auf Radgäste eingestellt. Im Juli und August ist es in den Anstiegen zu heiß.
Welcher Ort eignet sich als Basis?
Port de Pollença und Alcúdia im Norden sind die klassischen Standorte, weil Tramuntana und flaches Hinterland direkt vor der Tür liegen. Im Südwesten ist Peguera eine verbreitete Alternative.
Braucht man ein eigenes Rad?
Nein. Auf der Insel gibt es ein dichtes Netz an Verleihstationen mit Renn-, Gravel- und E-Bikes inklusive Pedalen, Helm und Service. Das erspart Transportkosten und Sperrgepäck.
Ist Sa Calobra für Freizeitfahrer machbar?
Die Abfahrt ist einfach, der Rückweg mit rund 800 Höhenmetern am Stück ist es nicht. Wer keine Bergerfahrung hat, plant stattdessen die Küstenstraße nach Deià oder die flachen Runden ins Landesinnere.
Wie sicher ist Radfahren auf Mallorca?
Die Insel ist auf Radverkehr eingestellt, viele Straßen haben Seitenstreifen und Autofahrer sind an Gruppen gewöhnt. Kritisch bleiben enge Bergabschnitte mit Reisebussen sowie die Zufahrtsstraßen der Hotelzonen im Sommer.